Mehrdimensionale Geschöpfe

3. Mai, 2009

Vor vier Jahren hörte ich in einer Vorlesung des Diamantweg-Buddhismus-Gurus, Lama Ole Nydahl, dass Männer sehr viel von Frauen lernen könnten. Ich adaptierte diese sehr schlüssige Behauptung sofort, denn Frauen betrachten vieles aus einem mir völlig fremden Blickwinkel und rufen bei mir das Gefühl hervor, ich wäre unvollkommen.

Ich bin immer sehr schnell von mir Bekanntem gelangweilt und habe immer nach Vollkommenheit gestrebt, weil Neues und Unbekanntes mir das Gefühl gibt, ich würde wachsen und mich verändern.

Realistisch betrachtet bewegen wir uns immer. Auf das Ende des Tages zu, von der Kindheit weg, von Punkt A zu Punkt B, auf unseren Tod zu. Wenn wir tagelang krank im Bett liegen und rein gar nichts tun, fällt uns die Decke auf den Kopf!

Wir sind auf Bewegung geprägt, denn durch sie sehen wir Differenzen. Differenzen geben uns das Gefühl von Bewegung. Aber brauchen wir diese Bewegung?

Ich gebe mich seit ein paar Wochen immer häufiger der Ruhe hin und genieße es stillzustehen. Ich fühle mich vollkommen, wenn alles wertlos / gleichgültig ist, wenn keine Differenzen existieren.

Wenn ich aufhöre mich hier zu bewegen, fühle ich mich vollkommen, bin an meinem Ziel angekommen.

Was fühlst du?

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