Einsam

29. März, 2010

Ich bin mir nicht im Klaren darüber, warum ich meine Erlebnisse hier niederschreibe. Es weckt in mir Verbundenheit. Die wahre Motivation dahinter fühle ich jedoch nicht, nur einen leichtes Gefühl von „festhalten“ schimmert aus der Tiefe meines Bewusstseins.

Gestern am frühen Abend kamen mein Vater und ich in unserem Häuschen in Blekinge an. Unser Haus war bis in die letzte Ecke von unangenehmer Kälte durchzogen, energetisch waren hier seit Monaten nur Mäuse aktiv.

Schon auf der Autofahrt spürte ich, dass mein Leben Aufenthalt in Schweden so gravierend wird wie ich das Leben mag. Niemand in meiner Nähe, gigantische Weiten zum rennen, zum ausdehnen, kein Weihnachtsmarktgetippel mehr.

Nachdem die Wasserleitungen von einem Kölner repariert waren und unser Bauer, Ebbe, seinen Schnaps bekommen hatte, verschluckte die Dämmerung Stück für Stück das Tageslicht, die angenehme wärme des Kamins breitet sich immer mehr im Wohnzimmer aus und mich durchflutete mitreißende Einsamkeit.

Je mehr ich mich daraufhin nach einer liebevollen Frau zum Schmusen sehnte, desto klarer wurde mir, dass der Prozess nun begonnen hatte. Mit der Klarheit kam Vertrauen in mir auf.

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